Pakete auf Abwegen

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Im Normalfall bestellt ein Kunde etwas im Shop – ein Ersatzteil, oder Zubehör für sein HUDORA Produkt. Er erhält eine Mail, in der steht, dass die Ware für Ihn komissioniert wurde. Nun wartet er darauf, dass sein Paket irgendwann geliefert wird. Wir gehen davon aus, dass ein Paket üblicherweise innerhalb zweier Werktage beim Empfänger ankommt. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Dingen, die den zügigen Verlauf einer Lieferung stark behindern oder gar unmöglich machen.

Am trivialsten ist die Variante “Empfänger nicht angetroffen”, im Regelfall wird die Ware nach dem zweiten erfolglosen Zustellversuch wieder zurück an den Absender geschickt.
Kommt die Ware hier an, wird der Rechnung eine Gutschrift entgegengestellt, die Ware verräumt und der Kunde informiert. Das gleiche wird gemacht, wenn der Kunde eine falsche oder nicht vollständige Adresse eingegeben hat, oder – auch das passiert – die Adresse zwar korrekt ist, die Ware aber nicht dort abgeliefert wird, weil der Paketbote sie nicht zuordnen kann (oder will).

Es gab letzlich einen Fall, in dem ein Paketbote offenbar recht findig war. Er sollte ein Paket mit Ersatzteilen bei einem, sagen wir, Herrn Müller abliefern. Herr Müller hatte diese Teile bestellt und wartete darauf, diese geliefert zu bekommen. Dessen im Laufe der Zeit überdrüssig, beschloss Herr Müller mit uns Kontakt aufzunehmen und nachzufragen, wann seine Sendung denn ankomme – die diversen Zahlungserinnerungen indes hatten ihren Weg ja offenbar gefunden.

Eine kurze Nachforschung hatte ergeben, dass das Paket abgeliefert wurde und zwar mit einer Vollmacht, nach der DPD das Paket ohne Abgabe einer Unterschrift vor der Türe abstellen dürfe. Herr Müller versicherte jedoch glaubhaft, weder das Paket erhalten, noch eine wie auch immer geartete Vollmacht ausgestellt zu haben. Offenbar hat der Paketbote nicht nur das Paket nicht ausgeliefert, sondern auch die einmalige Vollmacht ausgestellt, die ihn von der gegenzeichnenden Unterschrift befreien würde. Was ist zu tun?

Das übliche Vorgehen ist, eine Beschwerde bei DPD einzureichen und den Fall zu melden. Sollte der Paketbote es eher grundsätzlich nicht so genau mit der Auslieferung der Pakete nehmen, so fällt das schnell auf und regelt sich von alleine. Im Zweifel könnte man Strafanzeige gegen den Paketboten stellen, inwieweit bei einem Warenwert von 34,99 € Aufwand im Verhältnis zum Ertrag stehen, müsste im Einzelfall geklärt werden.

Herrn Müller jedenfalls konnte am Ende doch noch geholfen werden. Wir schickten ihm nach dieser Klärung umgehend ein neues Ersatzteil zu (welches diesmal auch ankam) und machten unsere Anspüche gegen DPD geltend.

Zum Glück ist dies ein ärgerlicher Einzelfall, der zudem auch schnell gelöst werden konnte. Die überwiegende Anzahl der Sendungen gelangt im Übrigen ohne jegliche Probleme zum Kunden.

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Geschrieben von pstudt

6. September 2010 um 13:19

Veröffentlicht in Hinter den Kulissen

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